Wie unser Reporter unter Berufung auf Angaben von Augenzeugen, Ärzten
und Polizisten berichtete, wurden durch Sprengstoffanschläge und
Selbstmordattentate in den Provinzen Bagdad, Dijala, Basra, Kerbela,
Wasit und Al Anbar sowie in den Städten Kirkuk, Mossul und Kut auch über
300 Menschen verletzt.
Erst am Vortag hatte die US-Armee erklärt,
der Abzug ihrer Kampftruppen sei beendet. Die US-Armee hatte am Dienstag
bekanntgegeben, die Zahl ihrer Truppen im Irak sei erstmals seit dem
Einmarsch von 2003 auf weniger als 50 000 Soldaten gesunken.
«Diese
Explosionen zeigen uns, dass die irakischen Sicherheitskräfte noch nicht
fähig und richtig ausgerüstet sind, um die Verantwortung für die
Sicherheit zu übernehmen, jetzt, wo die US-Truppen nicht mehr da sind»,
sagte der Parlamentarier Fallah al-Luhaibi der Nachrichtenagentur dpa.
Politische
Experten sind der Ansicht, dass die Besatzer des Iraks die Terrornetze
bei der Organisierung und Durchführung von terroristischen Aktionen in
diesem Land unterstützen, um so suggerieren zu können, dass die
Terroranschläge eine negative Folge des Abzugs der Besatzertruppen sind.
25 August 2010 - 19:30
News ID: 201105
Durch eine verheerende Terrorwelle im Irak sind am Mittwoch mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen.