25 August 2010 - 19:30

Durch eine verheerende Terrorwelle im Irak sind am Mittwoch mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen.

  Wie unser Reporter unter Berufung auf Angaben von Augenzeugen, Ärzten und Polizisten berichtete, wurden durch Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate in den Provinzen Bagdad, Dijala, Basra, Kerbela, Wasit und Al Anbar sowie in den Städten Kirkuk, Mossul und Kut auch über 300 Menschen verletzt.
Erst am Vortag hatte die US-Armee erklärt, der Abzug ihrer Kampftruppen sei beendet. Die US-Armee hatte am Dienstag bekanntgegeben, die Zahl ihrer Truppen im Irak sei erstmals seit dem Einmarsch von 2003 auf weniger als 50 000 Soldaten gesunken.
«Diese Explosionen zeigen uns, dass die irakischen Sicherheitskräfte noch nicht fähig und richtig ausgerüstet sind, um die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen, jetzt, wo die US-Truppen nicht mehr da sind», sagte der Parlamentarier Fallah al-Luhaibi der Nachrichtenagentur dpa.
Politische Experten sind der Ansicht, dass die Besatzer des Iraks die Terrornetze bei der Organisierung und Durchführung von terroristischen Aktionen in diesem Land unterstützen, um so suggerieren zu können, dass die Terroranschläge eine negative Folge des Abzugs der Besatzertruppen sind.